Eine Begegnung die mein Leben nochmal um 360 Grad drehen soll .. 

Meine beste Freundin und ich sind mittlerweile 5:2 Spezialisten. Ich gebe es zu, anfangs haben wir unsere 500 Kalorien, die wir am Fastentag zur Verfügung hatten, für ziemlich viel Müll verschleudert. 

500 Kalorien schön und gut. Aber wo bleibt der gesunde Aspekt? 

So viel sei gesagt: unsere Lieblingsmahlzeit am Fastentag waren die chinesischen Becher-Nudeln von Maggi. Klar, ich nahm ab, aber ich wollte doch mein Leben verändern und aufhören mit ungesundem, industriellem Zeug! 

So fing ich an zu experimentieren und rief mein altes Wissen zu Kalorienzahlen wieder ab. Ich fing an selbst zu kochen am Fastentag. Wie schon im vorherigen Blogeintrag erwähnt habe ich bis Mai 2016 ganze 17 Kilo verloren. Es schien aber bis dato niemanden aufzufallen. 

Am 13.05.2016 ging ich morgens zur Arbeit. Ich kann mich gut an diesen Tag erinnern, es war ein Freitag. Da ich in dem größten Krankenhaus von Wien arbeite treffe ich täglich unzählige Menschen. Götter in Weiß, Krankenschwestern, Patienten und Angehörige. Kurz gesagt: 

Das Thema Gesundheit ist ein ständiger Begleiter! 

Meine Laune war exzellent. Dadurch das Freitag war, hatte ich auch gleichzeitig Wiegetag an diesem Morgen. Die Waage zeigte mir 73 kg an. Ich war begeistert, glücklich und voller Tatendrang. Ich hätte es im Kopf .. es fehlten noch 2 kg bis zu meinem damaligen „niedrigsten Gewicht“, noch 9 kg bis BMI Normalgewicht und noch 18 kg bis zum Zielgewicht! Der Tag gehörte gefeiert somit entschloss ich mich zum allerersten Mal in meinem Lebens eine Leggings zu tragen. Ich ging also mit einem breiten Lächeln und meiner nagelneuen, schwarzglänzenden Leggings zur Arbeit. 

Mein erstes Mal in Leggins

Nach dem Frühstück ging ich meiner Arbeit nach und traf auf einen unserer Ärzte. Nachdem er mir einen guten Morgen gewunschen hat stellte er mir im selben Atemzug eine Frage: 

Sind Sie schwanger ? 

Ich starrte Ihn völlig perplex an. Der Mund stand mir offen und ich konnte nicht glauben was er hier gesagt hat. Innerlich ermahnte ich mich höflich zu bleiben und stellte Ihm eine einfache Gegenfrage: 

Sehe ich denn so aus ? 

Er bejahte meine Frage und meinte er wollte mir schon gratulieren. Die Laune war schlagartig im Keller. Ich? Schwanger? Ich habe doch 17 kg abgenommen? Es schoss sich mir nur ein Gedanke ein: 

Ich bin also immer noch fett. 

Deprimiert schleppte ich mich nach der Arbeit nach Hause. Knüllte die Leggings zusammen, warf sie zurück in den Kleiderschrank und nahm meinen altbekannten Freund, die Jogginghose, zur Hand. Mein Verlobter kam schließlich auch von der Arbeit nach Hause und merkte mir meinen Frust sofort an. Ich wollte aber nicht darüber reden. Ich warf mich auf die Couch und befragte wieder mal Google zu dem Thema. Ich las in unendlichen Foren man müsse Geduld haben mit sich und vorallem seiner Umwelt. Mehr oder minder zufällig landete ich in einem Blog eines Fitnesstrainers. Mittlerweile wissen wir alle was ich von solchen Typen gehalten habe! Er schrieb er würde seinen Kunden immer zu Krafttraining raten, da dies das effektivste Mittel zu einem straffen, schönen Körper war. 

Ich und Sport? Wie soll das klappen? 

Ich recherchierte weiter. Fing an nach Begriffen wie: 

  • Kraftsport für Dicke
  • Kraftsport für Frauen 
  • Wie betreibt man richtig Kraftsport? 

zu suchen. 

Ich kam zu keinen Ergebnis. Alles was da über Krafttraining stand war überaus kompliziert. Ich hatte keine Ahnung was ein Latzug, ein Squat mit Langhantel, geschweige denn was Supplements sind. Was ich über Frauen im Zusammenhang mit Krafttraining las war dagegen einfach: 

  • Frauen dürfen nicht „skinny-fat“ sein.
  • Frauen müssen „den Booty gainen“. 
  • Frauen müssen darauf achten die Brüste nicht weg zu trainieren. 

Aha. Ich MUSS gar nichts. Ich wurde zornig. Als würde es nicht reichen das uns die Gesellschaft und Frauenmagazine vorgeben wollen wie wir sein zu haben, fand man auch als Frau im Sport keine Zuflucht und schon gar kein Verständnis. Ich sagte es doch immer wieder: 

Sport ist Mord! 

Ich saß im Wohnzimmer auf dem Boden. Den Laptop auf dem Tisch und starrte entrüstet auf den Monitor. Verzweifelt fragte ich meinen Verlobten was ich tun soll. Ich fühlte mich als würde ich auf der Stelle treten. Ich legte den Kopf in die Hände und bedeckte meine Augen. Ich fühlte mich unverstanden! 

Mein Verlobter suchte das Gespräch mit mir und erklärte mir vorsichtig an dem Punkt an dem ich jetzt wäre geht nichts ohne Sport. Sofort stieg Panik in mir auf. Das bedeutete Fitnesscenter! Ich will dort nicht hin .. dort lauert (und trainiert) das Böse. „Warum kann ich nicht einfach zuhause trainieren, dort wo mich niemand sieht?“, fragte ich ihn verzweifelt. Daraufhin stellte er mir eine ganz einfache Frage: 

Warum denn nicht ? 

Mir wurde klar, er hätte Recht. Warum eigentlich nicht? Ich schnappte mir den Laptop und suchte auf YouTube nach Trainingsvideos. Ich schaute ein paar Videos an und zweifelte sofort an mir. Wie sollte ich das hinbekommen? Werden mich die Nachbarn hören? Und wie mache ich die Übungen richtig? 

So schnell wie die Euphorie kam, kamen auch die Zweifel. Ich hörte ein kurzes „Ping“ aus dem Laptop kommen. YouTube schlug mir einen Channel vor und dieser Vorschlag sollte mein Leben für immer verändern:

Es war der YouTube Channel von Sophia Thiel. 

Bleibt dran um zu erfahren wie es weitergeht! Vielen Dank fürs Lesen und vorallem euer Feedback. 

Eure dcf ❤

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2 Kommentare zu „Eine Begegnung die mein Leben nochmal um 360 Grad drehen soll .. “

  1. Dani, du schreibst echt super 👍
    Mir geht es gerade genauso nur hab ich noch nicht wahnsinnig viel abgenommen seit November von 104 auf 97 ist nicht gerade der Hit. Gestern war ich wieder an so einem Punkt wo ich mich auch wieder aufgeben wollte ich konnte mich nicht im Spiegel ansehen war wieder nur deprimiert. Als ich mir gestern um Mitternacht wieder mal was Süßes gemacht habe und es mir gemütlich gemacht habe hab ich als erstes deinen gestrigen Blogeintrag gelesen. Dein Eintrag war genauso fesselnd wie der erste vor lauter lesen hab ich sogar auf meinen Kaiserschmarrn vergessen als ich mit dem Lesen fertig war ist mir bewusst geworden das ich nicht die einzige bin der es beim Abnemen so ergeht. Danke, Dani das du so offen und ehrlich über diesen harten Kampf schreibst. Du hast mir wieder etwas Hoffnung mit deiner Geschichte gemacht.
    Hattest du am Anfang argen Hunger an den zwei Fastentagen?
    Wie sieht zb.ein Fastentag bei dir aus. Was nimmst du zu dir?

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    1. Hey Sophie! Freut mich das dir mein Blog gefällt. Nicht aufgeben, jedes Kilo zählt! Ja, ich hatte oft schlimmen Hunger am Fastentag, aber Hunger kommt in Wellen, meistens hört er Recht schnell wieder auf 🙂 bei mir war ein Fastentag meistens so das ich die 500 kcal zum Abendessen gegessen habe 🙂

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